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Ihr Ansprechpartner

Dipl. Psych.
Susanne Sage

Leitung Psychosoziales Zentrum Westpfalz

Tel: 0631/ 80093 166
s.sage[at]kv-kls.drk[dot]de

Augustastr. 16-24
67655 Kaiserslautern

Psychosoziales Zentrum Westpfalz

Mit dem Psychosozialen Zentrum (PSZ) Westpfalz bietet der DRK-Kreisverband Kaiserslautern Stadt eine Einrichtung zur Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen und Folteropfern in Kaiserslautern Stadt und Landkreis, dem Kreis Kusel, Birkenfeld, dem Landkreis Südwestpfalz, dem Donnersbergkreis, Zweibrücken und Pirmasens an.

Das Psychosoziale Zentrum (PSZ) Westpfalz ist das sechste PSZ in Rheinland Pfalz. Finanziert wird es durch Gelder vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz (MFFJIV) und durch Eigenmittel des DRK. Dachverband aller PSZ ist die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF). Das PSZ Westpfalz ist in Organisation und Konzeption sowohl den Leitlinien von BAfF, als auch dem Rahmenkonzept der Liga verpflichtet.

Zentrales Thema des PSZ Westpfalz ist das Ankommen von Menschen aus anderen Kulturen und Sprachfamilien. Notvolle Erfahrungen bis hin zu schweren Traumatisierungen im eigenen Land oder auf der Flucht verkapseln sich im Überlebenskampf in der Seele der Flüchtenden. Im Psychosozialen Zentrum Westpfalz können traumatisierte Flüchtlinge heilsame Begegnung erleben und finden bei  haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Therapie, Rückhalt und Hilfe. Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen des PSZ auch Ansprechpartnerinnen für all jene, die in Beruf oder Ehrenamt mit Folteropfern und anderweitig traumatisierten Geflüchteten in Kontakt stehen und fachkundige Hilfe benötigen.

Wir bieten ein multimodales therapeutisches Angebot:

    • Traumatherapie für alle Altersgruppen einschließlich Hypnotherapie
    • Gesprächstherapie, Systemische (Familien-) Therapie und Kunsttherapie
    • Gruppentherapeutische Angebote, Frauengymnastik und Entspannungstherapie
    • Frauencafé
    • Sprachkurs für Frauen
    • Freizeitangebote (z.B. Fahrradkurs und Fahrradfahren für Flüchtlingsfrauen)
    • T-AKT: AggressionsKontrollTrainings-Einheiten für Jungen und junge Männer
    • Brückenfrauen-Projekt: Integrierte Frauen mit Migrationshintergrund, die Kontakt zu wenig oder kaum integrierten Flüchtlingsfrauen aufnehmen und dies in ihrer Individuation begleiten

    Wer findet im PSZ Westpfalz Unterstützung?

    • Geflüchtete Menschen, die eine Traumatisierung erlitten haben, die Opfer von Folter oder Zwangsprostitution wurden.
    • Geflüchtete Menschen, die aufgrund dessen, was sie erlebt haben, unter psychischen Störungen leiden wie beispielsweise Ängste, Depressionen, psychotischen Störungen oder Probleme mit Süchten haben.
    • Flüchtlingsfrauen mit Beziehungsproblemen.
    • Ehrenamtliche, die in der Arbeit mit Geflüchteten auszubrennen drohen und kurzfristig keine anderweitige psychologische Hilfe in Anspruch nehmen können.
    • LehrerInnen und SozialarbeiterInnen: Couching im Umgang mit Flüchtlingskindern.

    Wodurch können Traumata entstehen?

    • Unmittelbar durch direkte Einwirkung von körperlicher, sexueller oder seelischer Gewalt auf die Betroffene / den Betroffenen.
    • Indirekt durch stellvertretende Traumaexposition.
    • Die Auslöser können menschengemacht oder naturgegeben sein. 
    • Traumatisierende Ereignisse können einmalig oder andauernd und wiederkehrend sein.

    Woran erkennt man eine Traumatisierung?
    Die Symptome sind vielfältig und oft nicht direkt mit der Vergangenheit in Verbindung zu bringen.
    Typischerweise können folgende Reaktionen auftreten:

    • Erregungszustände:  Häufig kommen allgemeine Unruhe und Hyperaktivität, Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Albträume, Herzrasen vor.
    • Wiedererleben des Ereignisse: Momente des traumatisierenden Erlebnisses kommen immer wieder ins Bewusstsein. Manchmal sind es Bilder, und die / der Betroffene erlebt die entsprechende Situation wie in einem Film immer wieder. Manchmal sind es auch Empfindungen, die wiederkehren. Sie können beispielsweise als Schmerzen auftreten, die in dem traumatisierenden Augenblick empfunden wurden.  Man hat das Gefühl, einen bestimmten Geruch wahrzunehmen, hört Geräusche, die man damals gehört hat oder ähnliches. Als „Flashback“ werden Momente des Wiedererlebens bezeichnet, die besonders lebhaft und plötzlich auftreten. Der Betroffene fühlt sich direkt in die Situation zurückversetzt. Diese Situationen treten blitzartig auf und sind für die Traumatisierte / den Traumatisierten oft völlig unvorhersehbar. Das macht „Flashbacks“ äußerst belastend und beängstigend.
    • Vermeidungsreaktionen: Um die Erinnerung an das Ereignis nicht heraufzubeschwören, vermeiden Betroffene häufig  Situationen, die Erinnerungen wachrufen könnten. Das kann allerdings im Alltag problematisch werden.
    • Selbstmordgedanken: Viele der Betroffenen leiden an Selbstmordgedanken oder unter ihren autoaggressiven Handlungen.

    Wer nach einem einschneidenden Ereignis solche oder ähnliche Symptome bei sich selbst oder an nahestehenden Personen wahrnimmt, sollte sich nicht scheuen, umgehend fachkundige Hilfe zu suchen. Unsere Mitarbeiterinnen helfen Ihnen.