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Ihr Ansprechpartner

Dirk Blumbach
Leitung Bereich Asyl

Tel: 0631/ 80093 114
d.blumbach[at]kv-kls.drk[dot]de

Augustastr. 16-24
67655 Kaiserslautern

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

© Kzenon - Fotolia.com

Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ohne Begleitung eines für sie nach dem Gesetz oder dem Gewohnheitsrecht verantwortlichen Erwachsenen in einen Mitgliedsstaat der EU einreisen oder dort ohne Begleitung zurückgelassen werden, gelten als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

 

Erste Inobhutnahme und Erstscreening

Kaiserslautern ist meist nicht das eigentliche Reiseziel der Ankömmlinge. Gewöhnlich werden sie von der Bundespolizei zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern aufgegriffen, wenn sie mit dem Zug aus Frankreich nach Deutschland einreisen. Das kann zu jeder Tageszeit geschehen, aber auch in den Abendstunden. Dann brauchen die jungen Menschen vor allem eins: Ein Dach über dem Kopf, eine Dusche, ein Bett und etwas zum Essen.

Das finden sie in der Notunterkunft des DRK Kreisverbandes in der Augustastraße. In Kooperation mit den Jugendämtern Kaiserslautern-Stadt und dem Donnersbergkreis werden hier sechs, respektive drei Betten für männliche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vorgehalten.  Rund 14 Tage verbringen sie in den Räumlichkeiten des DRK. Hier erhalten sie alle benötigten Hygieneartikel, einen Stadtplan sowie ein Bildwörterbuch. Bei Bedarf dürfen sie sich in der Kleiderkammer der Gemeinschaftsunterkunft Post einkleiden. 

Nach dem Einzug in die Notunterkunft wird vom Jugendamt der Clearing-Prozess gestartet. Dabei wird das genaue Alter festgestellt. Das ist wichtig, weil minderjährige Flüchtlinge nach ihrer Alterseinstufung Anspruch auf Jugendhilfe haben. Sobald das zuständige Jugendamt einen Platz gefunden hat, ziehen sie in eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe, wo sie intensiv betreut werden. Bestehen enge soziale Bindungen zu anderen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, prüft das Jugendamt, ob eine gemeinsame Unterbringung möglich ist. Darüberhinaus wird der gesundheitliche Zustand der Minderjährigen geprüft.

Als volljährig eingestufte Flüchtlinge müssen den regulären Weg des Asylverfahrens beschreiten und ziehen deshalb in eine Erstaufnahmeeinrichtung um.

Eheramtliche Betreuung

Dreimal täglich besuchen ehrenamtliche Helfer die Notunterkunft.  Sie bereiten gemeinsam mit den Jugendlichen Mittag- und Abendessen zu, geben niederschwelligen Deutschunterricht, begleiten sie bei ihren ersten Kontakten mit deutscher Kultur, spielen Gesellschaftsspiele, zeigen Möglichkeiten auf, Sport zu treiben und sorgen am Abend dafür, dass zu einer altersgemäßen Zeit die Lichter ausgeschaltet werden.

Ehrenamtliches Engagement:


Können Sie sich vorstellen bei uns ehrenamtlich mitzuhelfen? Regelmäßig mit den Jugendlichen zu kochen oder sie in den Abendstunden zu betreuen?

Ansprechpartner: Dirk Blumbach

Tel.: 0631 – 800 93 114                                

Fax: 0631 – 800 93 101

E-Mail: d.blumbach@kv-kls.drk.de

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