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Netzwerk Demenz baut Infostand und Aktionsparcours auf Wochenmarkt auf

Olga Heck (von links), Georg Adler, Rudi Bäsel, Nicole Jörg und
Gerhard Heinelt gehören dem Demenz-Netzwerk an, Foto: Monika Klein

21. August 2018

Die Fälle der Demenz und ihrer Unterform, die Alzheimer-Erkrankung, werden steigen. Umso wichtiger ist es für die Akteure des Netzwerks Demenz, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Dies geschieht am Samstag, 15. September, bei einer Wochenmarktaktion auf dem Kaiserslauterer Stiftsplatz.

Ab sofort liegen Postkarten in öffentlichen Einrichtungen und in Geschäften aus, die jeweils eines von insgesamt sechs Motiven aus Stadt und Landkreis Kaiserslautern zeigen. Die Grüße aus anderen Städten und Nationen sorgen für Verwirrung, die jedoch beim Blick auf die Rückseite aufgelöst wird. Hier wird auf den Verlust der Orientierung als ein Symptom der Demenzerkrankung und auf die Termine im Rahmen der Veranstaltungswoche Demenz aufmerksam gemacht. Dazu gehört auch die Wochenmarktaktion.Vor dem Lebensmittelmarkt sind ein Infostand und der Demenzparcours der Landeszentrale für Gesundheitsförderung aufgebaut. Er umfasst mehrere Stationen, die verschiedene Alltagssituationen im Tagesablauf darstellen. „Gesunde können beim Ausprobieren verschiedene Symptome einer Demenz nachempfinden", weist Nicole Jörg von der Beratungs- und Koordinierungsstelle Demenz in Kaiserslautern hin. Mit dieser Aktion geht es für die Akteure vor allem darum, Toleranz, Akzeptanz und Verständnis für die Betroffenen zu wecken, denn in der Zukunft werden es deutlich mehr werden.

Laut dem Netzwerk leben zurzeit in der Region Kaiserslautern 4000 Betroffene. Georg Adler von der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz spricht von landesweit 80.000 Erkrankten. Ihre Zahl wird nach seiner Einschätzung aufgrund der Babyboomer-Generation deutlich ansteigen. Die damals Geborenen erreichen etwa in 20 Jahren das Alter, in dem das Risiko an Demenz zu erkranken, hoch ist.

„Die Wand, auf die wir zufahren, ist deutlich sichtbar", unterstreicht der Wissenschaftler. Er sieht zudem aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge Versorgungslücken auf die Gesellschaft zukommen, denn in der Zukunft wird es nicht genügend Angehörige geben, die ihre erkrankten Familienmitglieder betreuen. Umso mehr Bedeutung messen das Netzwerk Demenz, die Alzheimer Gesellschaft und die weiteren Beteiligten der Aktionstage der Prävention, der Behandlung, der Früherkennung und der Aufklärung bei.

Rund um den Welt-Alzheimer-Tag am 21. September sind weitere Aktionen geplant. Der Demenzparcours wird im Monat September in Kaiserslautern bleiben und kann auf Anfrage beispielsweise von Seniorenheimen ausgeliehen werden.

INFO: Aktion des Netzwerks Demenz beim Wochenmarkt auf dem Stiftsplatz mit Informationsstand und Demenzparcours am Samstag, 15. September, von 10 bis 13 Uhr

Quelle: Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 193