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DRK Schulungsmaßnahme unterstützt durch ANK

3. April 2019

Hoch motiviert und bereit für die Zukunft.
 „Finde deinen Job- Kompetenzfeststellung zur Arbeit im Rettungsdienst und in Pflegeberufen“ (http://drk-kl.de/angebote/drk-akademie-kurse/finde-deinen-job.html) findet bereits das dritte Mal in Kaiserslautern statt und wird von der DRK Akademie in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter Kaiserslautern durchgeführt. Zwölf Teilnehmende haben die Aktivierungsmaßnahme im DRK Kreisverband Kaiserslautern-Stadt erfolgreich abgeschlossen. Die Sprache am Arbeitsplatz, Selbsteinschätzung zur Kompetenz durch berufliche und außerberufliche Tätigkeiten und praktische Übungen zum Patientenkontakt gehörten ebenso zum Unterricht wie das Erlernen von Soft Skills wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Offenheit im Austausch innerhalb einer kulturell vielfältigen Gruppe. „Der Unterricht machte richtig Spaß! Alle Teilnehmenden waren unglaublich motiviert und lernbegierig“, so Dozentin Karin Gleiche, die wegen ihrer hohen fachlichen und sozialen Kompetenz von den Teilnehmenden gelobt wurde. Die Dozentin arbeitet mit viel Empathie, konstruktiv und teambildend– nicht nur das gern angenommene Angebot eines Ausflugs zum Humbergturm erleichterte die Interaktion.

Die Orientierungsmaßnahme ist für alle diejenigen gedacht, die ein Interesse an einem Beruf im pflegerischen oder notfallmedizinischen  Bereich haben mit der Zielsetzung zur Berufsorientierung und -vorbereitung sowie zur Eingliederung in Ausbildung und Arbeitsmarkt. Das praxisnahe Schulungsangebot umfasst zwei Monate: 160 Unterrichtsstunden in Vollzeit, aufgeteilt in theoretischen und praktischen Unterricht sowie jeweils ein 80-stündiges Praktikum im Rettungsdienst und in stationären (Alten-) Pflegeeinrichtungen. Mit Einblicken in zeitgemäße berufliche Lebenswelten können sich die Teilnehmenden für eine berufliche Zukunft entscheiden, die ihren Talenten und Interessen entspricht. Die frühzeitige Berufsorientierung trägt außerdem dazu bei, dass enttäuschende Erlebnisse durch Abbrüche und Wechsel in Ausbildung oder Studium vermieden werden können. „Mit der Orientierungsmaßnahme haben wir ein Angebot geschaffen, das allen Menschen, gleich welcher Nationalität, offen steht, so die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und Migranten in Deutschland fördert, Langzeitarbeitslosen der Wiedereinstieg in den Beruf ermöglicht sowie dem Fachkräftemangel im Pflege- und Rettungsdienst entgegengewirkt", sagt Kreisverband- Vorstand Marco Prinz, „denn die Situation in den Arbeitsfeldern der Sozial- und Gesundheitswirtschaft ist geprägt von zunehmendem Fachkräftemangel.“ Mit dem Beitritt zur LIGA- Initiative „Soziales integriert – Chance solidarische Sozialwirtschaft“ (https://soziales-integriert.de/die-liga-initiative/) der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz startete das DRK in Kaiserslautern im November 2017 als Modellstandort mit der Entwicklung einer Bildungsstrategie für nachhaltige Entwicklung mit der Zielsetzung einer breiten und tiefen Verankerung von Menschen mit Fluchtmigrationshintergrund zur Fachkräftesicherung in Pflege- und Gesundheitsberufen.

In vielen Einrichtungen des DRK gehört die Zusammenarbeit mit Migranten und Flüchtlingen bereits zum Alltag. Erfahrungen zeigen, dass Migranten mit ihrem Respekt älteren Menschen gegenüber die Arbeit bereichern, dass sie neue Sichtweisen eröffnen, dass sie aber auch Zeit benötigen, um sich in unsere Kultur und Sprache einzufinden. Dafür braucht es konkrete Ansprechpartner, die für Fragen zur Verfügung stehen, aber auch bei Problemen und Missverständnissen, Unterstützung bieten. Im Rahmen des LIGA- Projektes wurden aus diesem Grund Schulungen für  „Betriebliche Mentor*innen mit interkulturellen Kompetenzen“ entwickelt, die die Mitarbeiter in den Einrichtungen auf ihre Rolle als Mentor vorbereiten.  „Die Chancen sehen ohne die Herausforderungen zu bagatellisieren“: Diese Haltung soll Initiativen in der eigenen Einrichtung, in der Region oder in der Kommune möglich machen (siehe https://soziales-integriert.de/mentoring/)https://soziales-integriert.de/blog/). Angesichts des fortbestehenden Fachkräftemangels in Gesundheitsberufen soll das entwickelte Konzept hierdurch auch nach Projektende nachhaltig eingesetzt und angewendet werden.

„Damit Menschen bei nachhaltigen Entwicklungsprozessen verantwortungsvoll mitreden und mitentscheiden können, kommt der Sicherung lebensbegleitenden Lernens und inklusiver, gleichberechtigter guter Bildung für alle eine entscheidende Bedeutung zu“ sagt Anja Bauer, Leiterin der DRK Akademie. „Die Handlungsfelder einer nachhaltigen Entwicklung, geeignete Maßnahmen, aber auch die angestrebten Ziele in Zukunft müssen dabei immer wieder neu justiert werden“. Eine solche Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 SGB III bietet die Möglichkeit, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmenden einzuschätzen. Ein Praktikum hilft beiden Seiten: den Teilnehmenden, weil sie erste Einblicke in den Arbeitsbereich und die Arbeitsstrukturen bekommen, und dem Dienstgeber, weil er die Praktikanten kennen lernt und entscheiden kann, ob eine Beschäftigung oder Weiterqualifizierung angestrebt werden soll. Die Praktikanten stehen im Betrieb unter Aufsicht und Betreuung einer Fachkraft und  werden durch Pädagogen während der Maßnahme durch einen hohen beratenden Anteil unterstützt, sodass eine adäquate Integration in den Arbeitsmarkt mit langfristigen Erfolgsaussichten gelingen kann.

Quelle: DRK Akademie, weitere Informationen unter 0631 80093 142 und per E-Mail unter ausbildung@kv-kls.drk.de