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Große Solidarität mit den Hochwasseropfern in Banja Luka

Interressierte beim Erste Hilfe Lehrgang

20. November 2014

Bürgerinnen und Bürger Kaiserslauterns spendeten 4.600 Euro für die Partnerstadt – Neuer Heizraum für den Kindergarten „Radost“ 

Die Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe in weiten Teilen Südosteuropas im Mai dieses Jahres sowie die darauf folgenden starken Regenfälle im August und im September stellten auch Banja Luka, Partnerstadt Kaiserslauterns in Bosnien-Herzegowina, vor große Herausforderungen. Weite Teile der Infrastruktur wurden zerstört, viele Familien mussten evakuiert werden, Wohnhäuser und Firmengebäude, aber auch große Teile der Ernte fielen den Wassermassen zum Opfer.

Die Stadt Kaiserslautern hatte zusammen mit dem DRK Kreisverband Kaiserslautern Stadt seinerzeit direkt zu Hilfen für Banja Luka aufgerufen. Durch Spenden von Kaiserslauterer Bürgerinnen und Bürger und der Lions Hilfe Kaiserslautern e.V. konnte nun ein Beitrag in Höhe von insgesamt 4.600 Euro überwiesen werden. Banja Luka wird diese Mittel zur Renovierung des Heizungsraumes des Kindergartens „Radost“ verwenden.

„Ein herzliches Dankeschön allen Spenderinnen und Spendern für ihr Engagement, für dieses Zeichen ihrer Solidarität und ihres Mitgefühls“, so der Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern, Dr. Klaus Weichel. Städtepartnerschaften lebten von den vielschichtigen Aktivitäten ihrer Bürger und Bürgerinnen, so das Stadtoberhaupt weiter. „Schön, dass es uns gelungen ist, ein Zeichen dafür zu setzen, dass die Situation der Kinder in Banja Luka für die deutsche Partnerstadt eine wichtige Rolle spielt.“

„Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die Spende der Kaiserslauterer Bürgerinnen und Bürger“, so auch der Bürgermeister der Partnerstadt, Herr Slobodan Gavranović. „Kinder sind unsere Zukunft. Es ist unsere vordringlichste Aufgabe, ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen.“

Laut einer aktuellen Studie der Unicef waren in Bosnien Herzegowina 30 Prozent der Kinder direkt von der Flut betroffen. Diejenigen unter ihnen, die nicht direkt betroffen waren, erklärten, die Ereignisse als schockierend empfunden zu haben. Man habe erfahren, welche Werte wirklich wichtig seien, und mit den verfügbaren Mitteln alles versucht, die Not der Anderen zu lindern.

Hintergrund
Der Kindergarten „Radost” in Banja Luka wird seit 1972 in städtischer Regie betrieben. „Radost“ bedeutet „Freude“. Nach den schweren Zerstörungen der Stadt durch ein Erdbeben 1969 war die Einrichtung seinerzeit im Hinblick auf das Angebot an Kinderbetreuung von großer Bedeutung. Heute beherbergt der Kindergarten „Radost“ acht Gruppen: Eine Kleinkindgruppe mit 16-18 Kleinkindern im Alter von ein bis drei Jahren, sechs Kindergartengruppen mit insgesamt 220 Kindern von drei bis sechs Jahren sowie eine Gruppe von maximal 30 Kindern im Alter von fünf und sechs Jahren, die die Einrichtung nicht regelmäßig besuchen können, deren Eltern jedoch Wert auf eine Sozialisierung durch den Kindergartenbesuch legen. Diese Gruppe wird täglich von 15 bis 21 Uhr betreut.

Eine Vielzahl von facettenreichen Veranstaltungen charakterisiert das ambitionierte pädagogische Programm des Kindergartens. So findet etwa zwei Mal pro Woche Englisch-Unterricht statt. Workshops zu diversen Themen im Jahreszeitenverlauf, kindgerechte Informationsbesuche, zum Beispiel im Helikopterzentrum der Stadt, Museums- und Theaterbesuche, Exkursionen und vieles mehr zeugen vom großen Engagement der Erzieherinnen und Erzieher, die auch regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen.

Quelle: Pressestelle Stadtverwaltung Kaiserslautern