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Ihr Ansprechpartner

Birgit Steinmann
Leitung Gemeinschaftsunterkunft 

Tel: 0631/ 80093 140
b.steinmann[at]kv-kls.drk[dot]de

Augustastr. 16-24
67655 Kaiserslautern

Projekt:
Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Projektbeginn: 01.05.2017

Projektende:    31.12.2018


Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. www.gewaltschutz-gu.de

Der DRK Kreisverband Kaiserslautern-Stadt e.V. als Kooperationspartner der Stadt Kaiserslautern, ist Betreiber der kommunalen Gemeinschaftsunterkunft (GU) Post. Sie ist die größte Gemeinschaftsunterkunft in Kaiserslautern und liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof am Rande des Stadtkerns. Die zentrale Lage und Größe macht diese Unterkunft für Flüchtlinge außerordentlich attraktiv, beides bedeutet jedoch für die Mitarbeiter eine  besondere Herausforderung. Die Integration der Menschen in der Unterkunft ist eine Voraussetzung für den sozialen und politischen Frieden der Stadt. Deswegen hat sich das DRK hohe Maßstäbe gesetzt, diese Menschen im Arbeits- und Sozialleben zu unterstützen und zu fördern.

In den Jahren 2015 und 2016 sind in Kaiserslautern hohe Zuzugszahlen zu verzeichnen gewesen. Es mussten viele Menschen schnell eine Unterkunft finden. Die Stadt Kaiserslautern konnte erfolgreich verhindern, dass Flüchtlinge in Notunterkünften untergebracht werden mussten. Es war jedoch Eile geboten. In dieser schwierigen Zeit konnte oft auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Frauen und anderen schutzbedürftigen Personengruppen nicht vertiefend eingegangen werden.

Wir beim DRK begreifen es jedoch als eine unserer vordringlichsten Aufgaben, den Menschen, die vor Gewalt und Verfolgung in ihren Heimatländern geflohen sind, in der GU Post den gesuchten Schutz zu bieten. Dazu gehört, den Menschen ausreichende Rückzugsorte mit Privatsphäre zu bieten, hygienische Bedingungen zu schaffen und zu erhalten, und es den Bewohnern der Unterkunft zu ermöglichen, auch auf engem Raum ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit und Freiheit zu führen.

Um dies sicherzustellen, beteiligt sich der Kreisverband Kaiserslautern-Stadt seit 1.  Mai 2017 an der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“. Unter ihrem Dach haben das BMFSFJ und UNICEF gemeinsam mit einem breiten Netzwerk von Partnern "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" erarbeitet. In der GU Post ist mit Sozialarbeiter Lothar Zurke ein Gewaltschutzkoordinator tätig, der für Bewohner, Mitarbeiter, Ehrenamtliche und andere kommunale Unterkünfte zentraler Ansprechpartner zu allen Fragen in diesem Themenbereich ist.

Ziele

  • Verbesserung der Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in der GU Post,
  • Entwicklung und Implementierung eines spezifischen Schutzkonzepts anhand der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“, in enger Abstimmung mit Einrichtungsleiterin Birgit Steinmann und Bereichsleiter Dirk Blumbach. Das Schutzkonzept bezieht sich vor allem auf die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen und reicht bis hin zum Risikomanagement bei Gewalt- und Gefährdungssituationen,
  • Monitoring der erzielten Fortschritte und Verfolgung der Umsetzung des Schutzkonzeptes,
  • Organisation von Schulungen der in der GU Post hauptamtlich und ehrenamtlich tätigen Personen, die von UNICEF und Partnern, zu Fragen des Kinderschutzes, kinderfreundlichen Orten und entsprechenden Angeboten entwickelt wurden,
  • Bereitstellung einer kompetenten Ansprechperson zur Beantwortung von Fragen aus den Themenbereichen Kinderschutz, Schutz von Frauen und anderen besonders schutzbedürftigen Personen sowie die Unterstützung der Unterkunftsleitung im Umgang mit internen und externen Gewalt- und Gefährdungssituationen,
  • Koordinierung der Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort, Kontakt und Austausch mit anderen regionalen Koordinatoren,
  • Information der Bewohnerinnen und Bewohner über ihre Rechte sowie über Angebote zur Integrationsförderung,
  • Aufbau und die Einführung eines Partizipations- und Beschwerdemanagementsystems,
  • und Beratung von mindestens drei weiteren Einrichtungen insbesondere hinsichtlich des Wissenstransfers zur Konzeption und Umsetzung von Schutzkonzepten. Weitergabe von Konzepten an beratene Einrichtungen sowie Entwicklung von Handlungsempfehlungen.

Integration kann nur gelingen, wenn wir gemeinsam an der Sicherheit der Menschen arbeiten, die Schutz besonders benötigen. Mit der Teilnahme an der Bundesinitiative tragen wir aktiv dazu bei, dass Integration in Kaiserslautern gelingt.