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Ihr Ansprechpartner

Barbora Neumaier

Projektleitung

Tel: 0631/ 80093 115
b.neumaier[at]kv-kls.drk[dot]de

Augustastr. 16-24
67655 Kaiserslautern

Projekt:
Technisch-soziales Assistenzsystem für Komfort, Sicherheit, Gesundheit und Kommunikation im innerstädtischen Quartier" (TSA)

Projektbeginn: 01.10.2010

Projektende:    31.12.2013


Dieses Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben" gefördert. www.bmbf.de 


Im Rahmen des Forschungsvorhabens (TSA) wird an der Entwicklung eines Assistenzsystems für das selbstbestimmte Wohnen im Alter geforscht. Es wird untersucht, inwiefern Technik in Verbindung mit sozialer Unterstützung helfen kann, die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten oder sogar zu verbessern.

Ziel des Verbundprojektes ist es, den Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in der angestammten Wohnumgebung zu ermöglichen.

Mit technischen Assistenzsystemen soll in einer älter werdenden Gesellschaft die Versorgung verbessert werden. Bei der Entwicklung des TSA-Projekts  wurde  auf  die bestehenden Strukturen des DRK zurück-gegriffen. Hierbei diente der Aspekt Sicherheit als erster Anknüpfungspunkt, ergänzt um Dienstleitungen und Angebote des DRK, der DRK-Hausnotrufzentralen und DRK Beratungszentren. Hierfür wurden Wohnungen älterer Mieter des DRK Kreisverbands Kaiserslautern-Stadt und der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Speyer mit sogenannter „Ambient Assisted  Living“  (AAL)  Technik   ausgestattet. Dabei wurde funkbasierte Technik verwendet, die keine baulichen Änderungen benötigen. „PAUL“, der „Persönliche Assistent für Unterstütztes Leben“, der auf einem Touchscreen-Computer basiert und von der Firma CIBEK,  Limburgerhof,  sowie der Technischen Universität Kaiserslautern, entwickelt wurde, bildet das Herzstück der technischen Neuerungen

PAUL (Persönliche Assistent für Unterstütztes Leben)

Über PAUL können z.B. Lichter in der Wohnung geschaltet und ein Bild der Türkamera angezeigt, Radio gehört, persönliche Termine verwaltet und Seiten im Internet aufgerufen werden. Auch ist es möglich, über Bildtelefonie Kontakt mit anderen Projektteilnehmern, dem Nachbarschaftsverein der GBS oder entfernt wohnenden Verwandten aufzunehmen und Unterstützungsangebote und Dienstleistungen, z.B. des Deutschen Roten Kreuzes oder des Vermieters zu bestellen. Zudem wurde eine automatische Notfallerkennung getestet, die gesundheitskritische Situationen automatisch erkennt und einen Alarm an das DRK Kreisverband Kaiserslautern-Stadt e.V. (DRK Hausnotrufzentrale)  aussendet. Das DRK ist hierbei eine zentrale Anlaufstelle.

Soziologinnen der Technischen Universität Kaiserslautern untersuchen im Projekt, inwieweit die beteiligten Haushalte die intelligente Technik nutzen und akzeptieren und ob z.B. ältere Menschen durch den Technikeinsatz im Quartier stärker sozial integriert werden können. Die Erfahrungen der Nutzer sind wichtig, um die Technik weiter zu entwickeln. Ein Austausch der Nutzer untereinander und mit den Forscherinnen soll durch regelmäßige Anwohnertreffen gewährleistet werden.

 

Paul Dienstleitungsportal

Das Webportal oder Dienstportal ist eine in PAUL integrierte Online-Plattform, die es den Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, Informationen zu Diensten und Unterstützungsangeboten über PAUL ein-zusehen und diese zu bestellen. Eine Charakteristik des Webportals ist, dass sämtliche Anfragen über das DRK–Beratungszentrum. Es gibt keinen Direktkontakt zwischen Nutzerinnen und Nutzern und den Anbietern bzw. Lieferanten. Parallel zur Implementierung in PAUL wurde ein Test zur Bedienerfreundlichkeit durch das Lehrgebiet Stadtsoziologie durchgeführt.


Projektpartner:

  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Kreisverband Kaiserslautern-Stadt e.V.
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Kreisverband Vorderpfalz e.V.
  • Gemeinnützige Baugenossenschaft Speyer eG (GBS)
  • Arbeiterwohlfahrt (AWO) Pfalz
  • Firma CIBEK technology + trading GmbH
  • Technische Universität Kaiserslautern (Lehrstuhl für Automatisierungstechnik und Lehrgebiet Stadtsoziologie) 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: 17.04.2013
Pressemitteilung: 02.02.2011
Pressemitteilung: 18.10.2010
Verbandsmagazin - Themenschwerpunkt "Technikunterstütztes Wohnen". Mehrere Artikel zu TSA und allgemein zu AAL. (Seite 10 und 11)

TSA-Projekt von der Hans-Sauer-Stiftung ausgezeichnet

Am 18.3.2013 wurde in München der Hans-Sauer-Preis 2012 verliehen. Der Stiftungspreis mit dem Titel „alterfinden – Neue Technik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ prämierte Ideen und Innovationen für mehr Lebensqualität im Alter. Das TSA-Projekt-Team wurde in dem Wettbewerb für das Assistenzsystem "PAUL" mit dem Best-Practice-Sonderpreis ausgezeichnet.

Dritter Platz auf dem Senioren-Technik-Tag des AAL-Kongress 2012

Als Teil des 5. Dt. AAL-Kongresses fand am 25.01.2012 der Senioren-Technik-Tag im Berlin statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit verschiedene Geräte und Systeme aus dem Bereich AAL in Augenschein zu nehmen. Abschließend konnten die Senioren abstimmen, welches der gezeigten 14 Exponate ihnen am besten gefallen hatte. Das TSA-Projekt belegte hierbei mit dem Assistenzsystem PAUL (Persönlicher Assistent für unterstütztes Leben) einen sehr guten 3. Platz. Wir freuen uns sehr über diese positive Resonanz und bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr großes Interesse an unserem Projekt.

TSA-Projekt erfolgreich abgeschlossen:

Zum 31.12.2013 endete offiziell das TSA-Projekt. Das Fazit fällt positiv aus, die gesteckten Forschungsziele wurden erreicht. Nach Abschluss des Förderprojekts geht es nun insbesondere darum das entwickelte AAL-System als frei erhältliches Produkt auf den Markt zu bringen und weiter zu verbreiten. Bereits jetzt ist es in über 10 Städten in Deutschland im Einsatz. Der Projektpartner CIBEK hat damit begonnen "PAUL" bundesweit zu vertreiben. Auch andere TSA-Projektpartner engagieren sich weiterhin im Bereich Ambient Assisted Living. Auf Wunsch geht es ebenso für die Bewohner der Projektwohnungen weiter: sie können "PAUL" behalten.